Bio-Honig

Ist Honig nicht immer Bio? Leider nein.

Ich imkere in Anlehnung an die Richtlinien der Bio-Verbände sowie der EG Öko Verordnung sowie nach der Deutschen Honigverordnung und den Qualitätsrichtlinien des Deutschen Imkerbundes e.V..

Aber was ist eigentlich der Unterschied zwischen Bio- und "konventionellen" Honig?

Hier einige Beispiele:

Meine Bienen leben (wie früher in Baumhöhlen) in Holzmagazienen aus einheimischer Kiefer, welche außen mit einer ungiftigen, wasserlöslichen Lasur, aus natürlichen Inhaltsstoffen (siehe Links) gestrichen wurde.

Zur Abwehr von Parasiten verwende ich nur mechanische Hilfsmittel und organische Säuren, die in der Natur und in Pflanzen vorkommen, von Bio-Verbänden zugelassen sind und keinerlei Rückstände im Bienenhonig hinterlassen.

Um Rückstände von Medikamenten bzw. chemischen Stoffen (die sich im Wachs anreichern und später an den Honig abgegeben werden) im Honig zu vermeiden, verwende ich eigenen Bienenwachs bzw. kaufe rückstandsfreien Bienenwachs, der in einem Labor auf Schadstoffe geprüft wurde. (Laborbericht siehe Dokumente).

Auch lasse ich den Rähnitzer Honig regelmäßig in einem Labor auf seine Qualität untersuchen  (siehe Dokumente).

Zur Schwarmverhinderung wird bei mir nicht, wie oft üblich, der Königin ein Flügel abgeschnitten. Auch lehne ich die künstliche Befruchtung zur Zucht ab. 

Auch werden von vielen Imkern die Bienenwaben im Herbst mit Schwefeldämpfen gegen die Wachsmotte behandelt. Da Schwefel für die Bienen giftig ist und die Schwefeldämpfe auf den Bienenwaben Rückstände hinterlassen, und so in den Honig gelangen können, wird bei mir kein Schwefel verwendet! 

Übrigens:
Ökologische Landwirtschaft bedeutet "IM EINKLANG MIT DER NATUR",

artgerechte Tierhaltung und der Verzicht auf chemisch- synthetische Mittel!

Leider werden in Sachsen nur 3% der Landwirtschaftlichen Flächen ökologisch bewirtschaftet.

Natürlich kann ich nicht beeinflussen, welche Blüten meine Bienen anfliegen.
Positiv wirkt sich aber der größere Abstand zu intensiv bewirtschafteten Flächen aus.
Im Flugradius meiner Bienen (s. Honigsorten), befinden sich viele Kleingärten, Naturschutz- und Waldgebiete.

Der Unterschied zum konventionell arbeitenden Imker, ist hautsächlich die extensive Betriebsweise sowie der Ausschluss chemisch- synthetischer Stoffe rund um die Imkerei.
Da die Honigbiene als Bioindikator betrachtet werden kann, ist die Gefahr, dass ungesunde Stoffe mit dem Nektar eingesammelt werden, sehr gering.
Auch verwendet die Biene selbst den Nektar als "Treibstoff", und würde somit auf Grund Ihrer geringen Körpermasse auf geringste Mengen (z.B. eines Pflanzenschutzmittels) sofort reagieren. Außerdem haben die Bienen einen hochsensiblen Geruchssinn, und meiden so Schadstoffe.

Der Imker selbst ist übrigens für die Qualität des Bienenhonigs die "Hauptgefahr".




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